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André Langerfeld

Pflege

Pflegeberufe honorieren

Vier von fünf Pflegebedürftige werden in Deutschland zu Hause versorgt. 2,1 Millionen Menschen werden damit allein durch Angehörige zu Hause versorgt. Der größte Pflegedienst der Nation wird sträflich im Stich gelassen. Ich fordere, endlich auch die pflegenden Angehörigen in den Fokus zu nehmen. Der Staat verlässt sich auf die Fürsorglichkeit und das Verantwortungsbewusstsein der pflegenden Angehörigen. Sie federn den zugespitzten Pflege-Notstand quasi im Alleingang ab. Ihr Jahresurlaub ist irgendwann aufgebraucht. Sie können nicht mehr. Pflegende Angehörige müssen endlich ganz oben auf die politische Agenda. Ich fordere die Einführung einer Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige analog des Elterngeldes. Diese sollte sich an dem Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle von Eltern unter 12-jähriger Kinder orientieren, welcher im Infektionsschutzgesetz geregelt ist.

Durch eine verfehlte finanzielle Ausgestaltung der Kranken- und Pflegeversicherung hat Deutschland viele Pflegekräfte in Krankenhäuser und der Altenpflege verloren. 

Pflegeheime und Pflegedienste hatten und haben immer größere Probleme freie Stellen zu besetzen. Der Trend wird sich verstärken, weil die Zahl der Pflegebedürftigen steigt und ältere Fachkräfte in Rente gehen, ohne dass ausreichend junge Männer und Frauen nachrücken.

Arbeitsbedingungen, Bezahlung und Status der Pflegedienstleister müssen sich verbessern, damit dieser wichtige Sektor für Arbeitnehmer attraktiver wird.

In Würde altern

Der Eigenanteil von Bewohnern in Pflegeheimen muss sinken. Die Zuzahlung sollte bei 100€ gedeckelt werden. Pflegebedürftige sind mit Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen schon genug belastet. Auch ein Heimbewohner muss ein Mindestselbstbehalt (Taschengeld) haben, um in Würde altern zu können.